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Markus Götsch – unser Bauer der ersten Stunde

Markus Götsch – unser Bauer der ersten Stunde
16. November 2020 Mika Lanz
Markus-Waidhof-mit-Schwein

Der Bio Waidhof in Zürich-Seebach

Markus vom Waidhof ist unser erster und nach wie vor wichtigster Partner. Ohne ihn und seinen Bauernhof würde es den Stadtjäger nicht geben. Als Mika vor fast 10 Jahren auf dem Waidhof aufgetaucht ist mit der Idee, eine Wurst aus Stadtzürcher Fleisch zu machen, hat Markus den Hof noch zusammen mit seinem Vater Röbi geführt. Röbi war skeptisch, ob dieser Typ mit Hornbrille und Ledertasche das ernsthaft auf die Reihe kriegt und hat Markus die Entscheidung überlassen. Und obwohl auch er das Ganze etwas “crazy” fand hat er ein erstes Schwein an uns geliefert. Markus erinnert sich daran: «Ein schräger Vogel, hab ich gedacht. Ein Student, er kam mir eher wie ein Veganer vor. Aber es hat mich beeindruckt, dass er beim Metzger gearbeitet hat. Sonst hätte ich ihm jetzt nicht einfach so ein Schwein geliefert.»

“Ein toller Nebeneffekt davon ist, dass die Schweine nun mehr als doppelt so viel Platz haben wie in der Bioverordnung vorgeschrieben, weil Markus insgesamt weniger Schweine hält.”

Über die Zusammenarbeit

Ein Jahr später, 2019, fiel der Preis für Bio-Schweine in den Keller. Im Gegensatz zum Preis von konventionellen Schweinen war der Preis für Bio-Schweine zuvor über Jahre konstant. Die Schweinehaltung wurde für Markus unrentabel. Also beschlossen Markus und Mika, den Preis untereinander zu fixieren, so dass beide einen Preis haben, mit dem sie wirtschaftlich arbeiten können.

Für Markus war klar: «Ich hätte nur noch für den Hofladen ein paar Schweine behalten, für den freien Markt zu produzieren, lohnte sich nicht mehr. Ich konnte nicht dahinter stehen, einfach vorne Futter rein zu schieben und das Fleisch dann irgendwo billig loszuwerden. Aber hinter dem Stadtjäger konnte ich stehen. Da macht Mika mit seinem Team aus unseren Tieren ein gescheites Produkt bei dem alle einen gerechten Preis haben und der Konsument auch weiss, was er isst». Dies hatte zur Folge, dass Markus ab da nur noch Schweine für den Stadtjäger und den eigenen Laden auf seinem Hof hielt. Ein toller Nebeneffekt davon ist, dass die Schweine nun mehr als doppelt so viel Platz haben wie in der Bioverordnung vorgeschrieben, weil Markus insgesamt weniger Schweine hält. Das soll aber erst der Anfang sein. Auch Ideen wie Freilandhaltung oder ein komplett offener Stall stehen im Raum.

 «Als wir angefangen haben Mika zu beliefern, hätte ich nie gedacht, dass wir in 10 Jahren noch zusammenarbeiten. Es ist schon toll zu wissen, dass aus den Schweinen, um die wir uns hier tagtäglich kümmern, der Stadtjäger entsteht, den wir dann in Hofladen wieder verkaufen können.», sagt Markus. 

Auch wir von mikas sind stolz, dass wir seit 10 Jahren die einzige Trockenwurst aus Stadtzürcher Bioschweinen herstellen dürfen, den Stadtjäger. Dank der grossartigen Zusammenarbeit mit Markus hoffentlich für weitere 10 Jahre.